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Das erste Wort… jetzt aber wirklich!!!

Es ist vollbracht.

Aus “mamamamamamamam” sowie “dadadadapapapapapap” sind rosaseits ja schon vor einiger Zeit schleichend mehr oder weniger direkte Anreden fürs Erzeugerpärchen herausgearbeitet worden. Gestern aber der Durchbruch: die erste Dinglichkeit an sich wurde eindeutig und zweifelsfrei identifiziert:

“Ball”… war irgendwie klar jewesn.

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Geburtstage sind kleine Bullaugen in die Vergangenheit: so wird denn die Postkarte des Tages mit 07.06.1973 datiert, weil man das auf dem Amt ja auch immer so macht. Zur ordnungsgemäßen Kreisschließung muss der Zukunft des Autors natürlich ebenfalls Genüge getan werden, genauer gesagt deren finalem Moment: vorm Aquarium-Besuch einen Big Mäc zum Mittag, später im Kant-Café ein Toast Hawaii (mit gefühlten 350g Käse obendrauf) zur besten Kaffeezeit, fachgerecht mit 500ml Coca Cola in den Verdauungstrakt gespült. Möglichst wenig Bewegung. Es lebe das Leben.

Badepuppe

Sie weiß schon ganz genau, wie’s geht…

Au weia…

Weg nach unten

Gestern mittag im FaNN. Ich nuckle nichtsahnend am Käsebrötchen, als auf der gegenüberliegenden Tischseite plötzlich eine Kleine namens Lily (oder Lili) mit nacktem Fingerchen auf mich zeigt und sagt: “Opa”.

[...]

Das wars dann also; ich gehe endgültig auf den Erdboden zu, denn: Kindermund = Wahrheit. Hm. Vielleicht könnte ich das drohende Unheil noch ein wenig hinauszögern, in dem ich meinen alten Freund Gillette mal wieder ans Gesicht ließe. Ach, es ist schon eine Last mit den kleinen Kröten…

Große Orte I

Heute: das Behinderten-WC im “Hermann-Quartier”

Das hat Neukölln natürlich noch gefehlt: ein weiteres trauriges Low-Budget-Einkaufszentrum. Voyeuristen mit einem Faible für das Beobachten gescheiterter Lebensentwürfe können nun auch direkt am U-Bahnhof Hermannstraße im “Hermann-Quartier” neue Eindrücke gewinnen. Ich trat den beschwerlichen Fußweg an, um den Eröffnungscoupon des dort ansässigen “dm”-Marktes einzulösen: einmal “Balea”-Cremeduschgel in der Geschmacksrichtung Milch & Honig für umme. Gegenwert: 65 Cent. Jaha, 67% vom Nettogehalt VOR der letzten Gehaltserhöhung sind auch keine Unterlage für die ganz großen Sprünge… außerdem war ich schon immer der Milch & Honig-Typ; habe dann aber noch ein Päckchen Öko-Windeln gekauft, damit’s nicht so unangenehm auffällt…

Vorher musste ich aber noch dringend wohin. Wer frauniepi regelmäßig besucht, der weiß, dass die Möglichkeiten des würdevollen Austretens etwas beschränkt sind, wenn man einen vollbesetzten Kinderwagen bei sich führt. Also aufs Rolli-Klo. Die zuständige WC-Servicekraft musste mir allerdings vorher mit einem 50-Cent-Stück aufschließen, “wegen die Kiffers” lasse sie den geräumgen Abort schon lange nicht mehr offen zugänglich, nein nein, nicht mit ihr. Einmal drinnen, hatte ich eher den Eindruck, in der persönlichen Abstellkammer der WC-Bediensteten gelandet zu sein. Mehrere prall gefüllte “MäcGeiz”-Tüten in einer Ecke und obendrauf eine goldene Handtasche. Mit der Sauberkeit der Anlage war es auch nicht wirklich weit her…

Am schönsten allerdings der Waschtisch: unter dem Seifenpender lag ein 5-Euro-Schein, und davor ein Bounty-Riegel. Eine neo-expressionistische Installation? Oder gar Schlimmeres? Mit dem geschulten Auge des durch das westdeutsche Fernsehen der langen, langen 80er Jahre Imprägnierten schielte ich nach der versteckten Kamera… nee, dann doch lieber schnell raus hier.

Erstaunlich, wie man auch einem optisch eher, naja, schratigen Gesellen wie mir immer wieder dieses immense Vertrauen entgegenbringt, wenn ich die Lütte dabei habe (”Schau doch mal, ein Vater von sonem süßen Ding KANN doch kein schlechter Mensch sein”)… Haha… mit ein bisschen krimineller Energie ergäben sich da echt Möglichkeiten. Nunja, besser nicht. Aber für den schönen Gedanken ließ ich dann doch 40 Cent springen. Ein großer Ort.

Elternzeit I

Allerletzte Büromaßnahme am Wochenende: Arbeitsplatz räumen. Persönliches ins Zwischenlager daheim. Voraussichtlicher Tag der Rückkehr: 25.05.2009. Wenn man - sei es auch nur ganz kurz - seinen innersten Gedankenbrei mal allein vor sich hinköcheln lässt, fühlt sich Elternzeit irgendwie an wie arbeitslos…

Ich hoffe, das vergeht. Schnell.

Propellerfrei

Ein einigermaßen früher Sonntagmorgen Anfang November. Verquollen auf die Straße, Schrippen einholen. Gestern abend wieder viel zu spät die heimischen Federn aufgesucht, gegen Viertel nach 9 etwa. Schlimm. Davor in Moabit zum Geburtstagskaffeekränzchen beim lieben Jens, Rock’n Roll mit 4 kleinen Kröten zwischen 0,5 und ca. 3 Jahren. Und dann auch noch 2 Gläschen Sekt zum Apfelkuchen (Regina, Du Göttin!) UND ein Beck’s zum Chili con Carne… da geht der gemeine Jungvaterorganismus gerne mal in die Knie…

Nunja… ich also - dezibelgeprüft auf alles vorbereitet - ab in die frische Morgenluft und zum Backshop meiner Wahl… die Großstadt schlummert noch so still wie sie eben kann, ein kühler Windhauch aus Südwest und garantiert jeden Moment das leidlich vertraute…

Mo-ment.

Ach ja. Perdu. Das nervig laute Brummen, wenn die Turboprops in Tempelhof zur Startbahn rollen, ein ums andere Mal vom Wind auf den sommerlichen Frühstücksbalkon geseucht. Die wackeligen Kleinflieger, die gelegentlich mal an der Brandwand landen. Und überhaupt. Hat mich alles, 3 km vom Flugfeld entfernt, zugegeben nicht wirklich gestört, aber ich freue mich für all jene, die Ihren Balkon jetzt wieder kerosinfrei benutzen können und denen nie mehr sozial gestörte Planespotter das Vergnügen des nahtlosen Bräunens im eigenen Kleingarten vergällen. Gut, manche wollen den Zugewinn an Lebensqualität nicht wahrhaben, trauern einem Auslaufmodell nach und faseln von der drohenden Verhasenheidisierung des Tempelhofer Feldes. Aber das gibt sich schon noch. Die ganz Schmerzfreien können ja nach Rudow ziehen, da soll es ab 2011 ordentlich dröhnen…

Oh, jetzt höre ich doch noch was… ein Blick nach oben: Kraniche, mindestens 40 oder 50 Stück haben sich zum Pausentee in eine lokale Thermik eingeklinkt und ziehen genau über meinem Kopf (naja, einige 100 Höhenmeter trennen uns dann doch) langsam ihre Kreise… Freunde, was macht Ihr denn noch hier? Wahrscheinlich wollten sie mit eigenen Augen sehen, was man ihnen aus der Ferne zutrug: Berlin ist seit Freitag wieder ein paar Gramm lebenswerter…

EIN HALBES JAHR…

…und ich rück sie nich mehr raus…

…Insel Poel / 08.10.08…

…schönste Bilder rund um die kleine Kröte gibts übrigens hier: http://www.ipernity.com/doc/17467/album/58518

Das erste Wort…

…ist wohl noch lange nicht gesprochen; aber herrlich, aus dem neuerdings sturzbachmäßig sprießendem Gebrabbel frühe Artikulationen herauszuinterpretieren: “Da! Eindeutig “Papa”!!!” - “Jaja, sicher…”. Sehr beliebt und häufig im Gebrauch ist die Lautkette “Alta!”, was bei einer an der Grenze von Buckow und Gropiusstadt Geborenen ja auch wirklich kein Wunder zu sein braucht…

3 Monate…

…und noch immer kaum zu glauben.