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Gott, Europa und der ganze Rest…

Mein ganz persönliches (und einziges) Highlight der gestrigen Eurovision Song Contest-TV-Berieselung war ja unangefochten das Wort zu Sonntag mit der swingenden Betschwester aus Osnabrück… so einen Gott will ich auch!!!

[...ansonsten war die Veranstaltung ein kleiner, aber wichtiger Etappensieg für alle anständigen Kulturschaffenden in diesem Lande, da die No Angels nach DER Nummer nun keinen Fuß mehr auf den  Boden bekommen sollten... hat mit der komischen Ollen, die uns vor 3 Jahren in Kiew blamierte, ja auch bestens geklappt, wa...]

Wer? Wie? Was?

Oje. Großformatiges Schwarzweiß-Closeup eines zerknautschten Säuglings, das duftet reichlich streng nach einer weiteren Wortdeponie eines mächtig babybewegten Berliner Neu-Vaters, der allen, die es nicht wissen wollen, da schon millionenfach gelesen, seine einmalig persönliche Sicht der Dinge auf den ersten Schrei, den ersten Furz, den ersten erwähnenswerten Windelinhalt seines kleinen Lieblings (inklusive genauer Beschreibung von Farbe, Konsistenz, Geruch und Reichweite (wenn gerade keine Windel anliegt, und in dem Falle auch eine praktische Antwort auf die Frage: wie bekomme ich die klebrige Sauerei jemals wieder aus meinem brandneuen €69,99-Fred Perry-Shirt? )) etcpp. zum Besten gibt, oder stolz verkündet, das Anschnullern bis weit in die zweite Lebenswoche herausgezögert haben zu können, oder oder oder…

Igitt.

Sollte mich beim Lesen jemand (falls es solche jemande überhaupt auf diese Seite verschlagen sollte, auf welch verworrenen Pfaden auch immer), also sollte mich jemand bei oben genannten oder ähnlich saudoofen Ergüssen erwischen, den bitte ich um angemessene Züchtigung. Ich weiß es bereits: auch Vaterliebe und (vor allem) -stolz können einen zu unberechenbarem Tun verleiten. Durchaus. Damit muss man allerdings keine wehrlosen Leser behelligen, die haben es ja heutzutage schon schwer genug, so ganz allein im unendlichen Netz…

Hier soll einfach nur festgehalten werden, was ansonsten verpuffte oder alternativ in einem der mittlerweile zahlreichen schwarzen Löcher meiner Hirnsphäre verschwände. Dass jetzt viel Säugling vorkommen mag, liegt am Timing; in meinem analogen Leben kommt gerade auch viel Säugling vor. Ich Schlaumeier zahle ja schon etliche Jahre lang brav meinen monatlichen Obulus für diesen bis jetzt ungenutzten Webspace… ungenutzt, da entweder zu beschäftigt, zu faul oder - wie zuletzt - zu ungebildet, um das Ganze zum Laufen zu bingen. Schlimm. In so einer Lage ist es dann immer gut, Tür an Tür mit einem Informatiker zu wohnen; an dieser Stelle nochmals besten Dank, Alex!!!

Ich schreibe gern, vielleicht liest ja auch der eine oder andere gern. Soll vorkommen.

Mein Freund, der Mai

Neukölln im lauen Frühling… ah herrlich!!! Am besten zu genießen, wenn der allmorgendliche Gang bürowärts mal für ein schlappes halbes Dutzend Wochen entfallen kann… in früheren Jahren war einem der freien Zeit noch etlich mehr an die Hand gegeben, man hatte sich nur ab und wann in der Sonnenallee 282 einzufinden, damit man zwischendurch überhaupt an die frische Stadtluft kam… war mir letztlich nix. Nun ja, heute nennt es sich “Elternzeit” und umschreibt einen ganz eigenen Zustand des semi-übernächtigten In-Den-Tag-Hineinlebens. Enthirnt aber glücklich. Draußen am Kanal die geliebte Duftmelange aus brackigem Wasser, blühendem Flieder, sonnengetrocknetem Hundedung und Grillanzünder. Beim abendlichen Dauerlauf ums Studentenbad nur mäßige Vorfreude auf das Mückenjahr 2008: dicke schwarze Wolken tausender stachelbewehrter Plagegeister hängen träge über der grünbraunen Brühe (in welcher ich heute übrigens nach vier Jahren im Kiez erstmals einen lebenden Fisch herumschwimmen sehe, eine Rotfeder, das ist so eine Art kleiner Stallone unter den Süßwasserfischen, grätenreich und hart im Nehmen, fände wahrscheinlich sogar in Rosas Wickelwasser noch ein erträgliches Auskommen), und mischen sich gelegentlich mit deutlich kleineren Gruppen zusehends entnervter Fahrgäste auf den Oberdecks der vorbeischnaufenden Ausflugsdampfer. Unfreiwillig komisches, weil aussichtsloses Gefuchtel ist die unvermeidbare Folge dieser ungleichen Begegnung von Mensch und Kreatur. Ich versuche derweil nicht zu lachen, da ich dazu den Mund mehr als nötig öffnen müsste. Wer an solch Mückenabend beim Dauerlauf zu offenherzig atmet, ist hinterher satt.

Nu geiht dat man los…

Und sie war doch schneller… Rosa Helene, seit dem 23.04.2008, 20 Uhr 22, bei uns im Programm…